Weingenuss und Wohlstand prägen diese Kulturlandschaft zwischen Wiesbaden und Lorchhausen. Die Landschaft ist dreigeteilt. Prägend sind die sanften, dicht mit Reben bestandenen Südhänge, die sich bis zum Rhein hin ziehen. Dahinter erheben sich die waldigen Höhen des Rheingau-Gebirges, den westlichsten Ausläufern des Taunus. Ab Rüdesheim verengt sich das Flussbett, der Rhein drängt sich durchs malerische Mittelrheintal.

Rheingau bei Kiedrich © M. Joppich, 2008

Vor allem an der Rheinfront ist die Gegend dicht besiedelt, mit schmucken Städtchen wie Walluf, Eltville, Erbach, Hattenheim, Oestrich-Winkel, Geisenheim, Rüdesheim, Assmannshausen und Lorch – die beiden letzten liegen schon im engen Mittelrheintal.

Rheingau, Kiedrich © M. Joppich, 2008

Rheingau, Kiedrich © M. Joppich, 2008

Auf den Hängen finden sich Winzerorte wie Johannisberg, Hallgarten, Kiedrich, Rauenthal und Frauenstein, außerdem malerische Schlösser und Klöster wie Schloss Johannisberg, Schloss Vollrads, Kloster Marienthal und Kloster Eberbach, letzters ein beeindruckender Drehort zum Film „Der Name der Rose“. Weiter oben auf den bewaldeten Taunushöhen liegen etwas stillere Orte wie Presberg, Stephanshausen und Hausen sowie das Heilbad Schlangenbad.

Die Wanderwege im Rheingau haben überwiegend leichten bis mittelschweren Charakter, mit eher moderaten Steigungen, die sich allerdings lang hinziehen können. Die Strecken wechseln zwischen Weinbergen und Wäldern, zwischen engen Tälern und weitem Land. Vor allem in den Weinbergen läuft man häufig über befestigte Wirtschaftswege. Eine Besonderheit der Region sind die Weinprobierstände am Wegesrand. Bemerkenswert ist auch der herrliche Blicke auf den Rhein, der hier besonders breit und glitzernd dahinfließt und von vielen grünen Inselchen und Sandbänken durchzogen ist.

Zahlreiche markierte Wanderwege erschließen die Gegend, so die Rheingau-Riesling-Route, die an 15 Weingütern vorbei führt, und der Premium-Wanderweg Rheinsteig, der ab Wiesbaden auch durchs Rheingau und von dort weiter durchs Mittelrheintal bis Bonn verläuft.

Rheinsteig bei Schlangenbad © M. Joppich, 2008

Unsere Wanderstrecken im Rheingau:

WPRM 017: Schloss Johannisberg – Klosterberg – Pfingstbachtal  – Schloss Vollrads – Johannisberg

Region: Rheingau bei Wiesbaden. Ausgangspunkt: Parkplatz von Schloss Johannisberg. Charakter: Weinberge mit Panoramablick, nur wenige waldige Abschnitte, zwei sehenswerte Schlossanlagen und mehrere ehemalige Mühlen. Auch für eine Winterwanderung geeignet. Schwierigkeitsgrad: Leichte Tour, überwiegend befestigte Wirtschaftswege, moderate und An- und Abstiege. Weglänge 15 km, Aufstieg ca. 270 Höhenmeter, Gehzeit ca. 4 Stunden plus Pausen.

WPRM 014: Rundweg Schiersteiner Hafen – Herrenberg – Goethestein – Frauenstein

Region: Rheingau bei Wiesbaden. Ausgangspunkt: Hafen Wiesbaden-Schierstein. Charakter: Abwechslungsreiche Tour durch Felder, Gärten, Obstplantagen, Weinberge und Wald, viele schöne Panoramablicke. Für jede Jahreszeit geeignet, besonders schön zur Kirschblüte. Schwierigkeitsgrad: Leicht bis mittel. Einige moderate Anstiege und ein kurzer felsig-steiler Abstieg. Überwiegend gut befestigte Wege. Weglänge 18 km, Aufstieg ca. 360 Höhenmeter, Gehzeit ca. 4 Stunden plus Pausen.

WPRM 009: Weinberge, Klöster, Panoramablick – von Geisenheim nach Rüdesheim

Region: Mittlerer Rheingau. Ausgangspunkt: Geisenheim. Charakter: Weinberge, waldige Abschnitte, ein Schloss, Klöster, malerische Weinorte, viel Panoramablick. Für jede Jahreszeit geeignet, aber im Herbst am schönsten. Schwierigkeitsgrad: Hügelig, teils steil, aber nicht schwierig zu gehen. Weglänge 19 km, Aufstieg ca. 400 Höhenmeter, Gehzeit ca. 5 Stunden plus Pausen.

WPRM 002: Wald und Weinberge bei Kloster Eberbach
Rundweg:
Kloster Eberbach – Kisselbachtal – Kasimirkreuz – Hallgarter Zange – Steinberg. Region: Mittlerer Rheingau. Ausgangspunkt: Kloster Eberbach bei Eltville. Charakter: Vorwiegend waldiges Mittelgebirge, gegen Ende auch Weinberge, für jede Jahreszeit geeignet. Schwierigkeitsgrad: Hügelig, aber nicht schwierig zu gehen, teils längere und wenige steile An- und Abstiege. Weglänge 16 km, Aufstieg ca. 470 Höhenmeter, Gehzeit ca. 4 Stunden plus Pausen.