Wo der Rheingraben sich zwischen Taunus und Hunsrück ebenso malerisch wie gefährlich verengt, liegt das Mittelrheintal mit seinen teils spektakulären Wandersteigen. Es zieht sich ab Rüdesheim (rechtsrheinisch, Taunusseite) und Bingen (linksrheinisch, Hunsrückseite) in Richtung Norden bis Koblenz. Von Frankfurt aus noch gut erreichbar sind rechsrheininsch nach Rüdesheim die Orte Assmannshausen, Lorch, Kaub und St. Goarshausen, linksrheinisch nach Bingen die Orte Trechtingshausen, Bacharach und Oberwesel.

Mittelrheintal © M. Joppich 2010

Mittelrheintal © M. Joppich 2010

Dieses Wandergebiet bietet manch atemberaubenden Ausblick und ist geprägt von Kontrasten zwischen unten und oben: Unten fließt der mächtige Fluss mit seinen Stromschnellen, gesäumt von malerischen Fachwerkstädtchen, Touristenströmen und Verkehrsadern auf Wasser, Schiene und Straße. Oben erstreckt sich dagegen eine stille Hochebene mit Feldern, Wiesen und Wäldern, von wo der Blick weit hinüber auf die jeweils gegenüberliegenden Höhen schweift. Dazwischen bestimmten steile Rebhänge, mittelalterliche Burganlagen, zackig-dunkle Felsen und nicht zuletzt die berühmte Loreley das Bild.

Rhein-Burgen-Weg © M. Joppich 2009

Rhein-Burgen-Weg © M. Joppich 2009

Die Wege sind teilweise anspruchsvoll. Steile Anstiege und felsige Abschnitte wechseln sich mit Weinbergspfaden, Treppen und befestigten Wirtschaftswegen ab. Der linksrheinische Rheinsteig hat hier ebenso wie der viel ältere Rheinhöhenweg einige seiner schönsten Etappen. Das rechtsrheinische Pendant ist der nicht minder schöne Rhein-Burgen-Weg.

Unsere Wanderstrecken im Mittelrheintal:

WPRM 006: Auf dem Rhein-Burgen-Weg von Trechtingshausen nach Bacharach
Streckenwanderung: Trechtingshausen – Morgenbachtal – Gerhardshof – Siebenburgenblick – Niederheimbach – Oberdiebach – Medenscheid – Burg Stahleck – Bacharach. Region: Mittelrheintal (linksrheinisch). Ausgangspunkt: Trechtingshausen. Charakter: Im ersten Abschnitt waldreich, danach Wechsel zwischen Weinbergen, Feldern und Ortschaften. Empfohlene Jahreszeiten sind Frühjahr, Spätsommer, Herbst. Schwierigkeitsgrad: Sehr anspruchsvoll: insgesamt lange Strecke mit vielen steilen An- und Abstiegen, teils felsig, aber auch weite Strecken über Pflaster. Weglänge 23 km, Anstiege ca. 730 Höhenmeter, Abstiege ca. 720 Höhenmeter, Gehzeit ca. 6 Stunden plus Pausen.

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